Therapiebegleithunde

Der Hund ist neben dem Pferd die wohl am häufigsten eingesetzte Tierart beim Durchführen tiergestützter Interventionen. Er ist kein therapeutisches Allheilmittel und nur in Zusammenarbeit mit dem Hundeführer kann er seine zielführenden Aufgaben optimal erfüllen und eine Unterstützung in der Therapie sein. Der Hund ist also nicht als Therapie an sich zu verstehen, „sondern er hat eine begleitende und unterstützende Funktion, die immer in Anwesenheit seines ausgebildeten Besitzers und in Zusammenarbeit mit dem jeweiligen Fachpersonal erfolgen sollte.“ [1]

Die wichtigste Voraussetzung für ein Therapiebegleithund-Team ist die Bindung zwischen Hund und Halter, denn nur eine vertrauensvolle Beziehung kann eine grundlegende Basis für eine erfolgsversprechende Entwicklung legen. Meine Hunde besitzen einen guten Grundgehorsam, sind menschenbezogen und führwillig und haben eine hohe Toleranz- und Reizschwelle, die ich sehr gut einschätzen kann, weshalb ein Unfallrisiko nur gering ist.

 

In unterschiedlichsten wissenschaftlichen Arbeiten konnten mit dem begleitenden Einsatz von Hunden in verschiedensten Bereichen nachweislich wirkungsvolle Fortschritte erzielt werden. [2] Die Menschen wurden zugänglicher für unterschiedlichste Interventionen, ihre Motivation nahm zu. Ebenso wurden Selbstvertrauen gestärkt und Selbstwertgefühl gefördert. In allen untersuchten Altersgruppen kam es zu einer messbaren Stressreduktion. Die Bereitschaft sich aktiv zu bewegen und soziale Interaktionen einzugehen wurden gesteigert. Vor allem Personen, die dem Therapeuten kritisch, wenig positiv und distanziert gegenüber treten und bei denen vermutet wird, dass der Aufbau einer tragfähigen therapeutischen Beziehung sich schwer gestalten wird, zeigen im Beisein eines Hundes eine größere Bereitschaft sich zu öffnen.

 

Meine Hunde und ich können einiges an Erfahrung in verschiedensten Hundesportbereichen (v.a. Agility, Obedience, Dog Dancing, Hüten, longieren, Hundefrisbee,Treibball, Dummyarbeit, Zughundesport) vorweisen, weshalb sie in meiner therapeutischen Arbeit sehr vielfältig einsetzbar sind. Trotzdem besteht ihre Hauptaufgabe darin die Therapie relativ unauffällig und ruhig zu begleiten. Meine Tiere machen also nur einen Wirkungsbereich der Psychotherapie aus und stehen nicht permanent im Fokus des Geschehens. Ich als Therapeutin und Tierhalterin entscheide bewusst im Sinne eines individualisierten Behandlungsplans, ob und wie oft/lang ein Tier beim jeweiligen Patienten eingesetzt wird. Die Gewährleistung von Tiergerechtem Umgang, Hygienevorschriften und Sicherheit von Tier und Mensch sind mir dabei sehr wichtig.

 


[1] Vgl. Röger-Lakenbrink, I. (2008): Das Therapiehunde-Team: Ein praktischer Wegweiser., S. 31

[2] Röger-Lakenbrink, I. (2008): Das Therapiehunde-Team: Ein praktischer Wegweiser., S. 88

 

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KJP-Praxis Schneider

Praxis für Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie 

 

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